Zukunftswerkstatt: Schüler*innen gestalten ihre kinderfreundliche Stadt
Wie sieht eine Stadt aus, in der sich Kinder und Jugendliche wohlfühlen? Mit dieser Frage setzten sich Schüler*innen der Klasse 6A der Gesamtschule in Haan im Rahmen einer Zukunftswerkstatt auseinander. Die Veranstaltung fand als Teil des Programms ‚Kinderfreundliche Kommune‘ statt und wurde von einer externen Moderatorin durchgeführt. Den gesamten Vormittag standen die Gedanken und Meinungen der Schüler*innen im Mittelpunkt. Im Rahmen des bewährten Konzepts der Zukunftswerkstatt konnten die Schüler*innen mit anschaulichen Methoden ihre Ideen, Wünsche und auch ihre Kritik für eine kinderfreundliche Stadt einbringen.
Den Einstieg bildete die Motz-, Mecker- und Kritikphase mit dem „Meckermonster“, bei der die Kinder offen benennen konnten, was sie in ihrer Stadt verändern möchten. Im anschließenden „Sternenhimmel“ sammelten sie die positiven Aspekte ihrer Lebenswelt und hielten fest, was ihnen besonders wichtig ist und erhalten bleiben soll.
Auf dieser Grundlage entwickelten die Schüler*innen im Ideensprint erste konkrete Lösungsvorschläge. In der Kategorie „Unsere super Ideen, was die Stadt Haan für Kinder noch besser macht“ wurden beispielsweise eine Rutsche für das Schwimmbad, ein Kletterpark sowie mehr Geschäfte wie bspw. Drogerien oder Non-Food-Geschäfte in der Innenstadt genannt.
In der anschließenden Phantasiephase wurden die Ideen kreativ weitergedacht und mit Klemmbausteinen zu Modellen einer kinderfreundlichen Stadt umgesetzt. Es entstanden vielfältige Entwürfe, die die Vorstellungen der Kinder anschaulich sichtbar machten.
Den Abschluss der Zukunftswerkstatt bildete die Präsentation der Ergebnisse, zu der auch Bürgermeister Vincent Endereß eingeladen war. Mit großem Interesse ließ er sich die Modelle und Ideen der Schüler*innen vorstellen und kam direkt mit ihnen ins Gespräch. Dabei beantwortete er Fragen, griff Anregungen auf und diskutierte gemeinsam mit den Kindern über ihre Vorstellungen einer kinderfreundlichen Stadt.
Besonders großen Anklang fand bei den sommerlich heißen Temperaturen die Idee eines Freibades in Innenstadtnähe bzw. in Schulnähe. An diesem Beispiel konnte Bürgermeister Endereß anschaulich erläutern, welche Faktoren bei der Umsetzung solcher Ideen berücksichtigt werden müssen, etwa verfügbarer Raum und finanzielle Rahmenbedingungen. Der persönliche Austausch machte deutlich, dass die Perspektiven der Kinder ernst genommen werden und einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Kommune leisten.
In der abschließenden Realisierungsphase wurden die entstandenen Ideen gemeinsam priorisiert und besprochen. Als besonders wichtig wurden dabei bessere Fahrradwege, längere Ampelphasen für Fußgänger sowie Fitnessparks für ältere Kinder hervorgehoben.
Trotz der sommerlich heißen Temperaturen zeigten die Schüler*innen während der gesamten Zukunftswerkstatt ein beeindruckendes Engagement und viel Ausdauer. Mit ihren kreativen und wichtigen Ideen leisteten sie einen wertvollen Beitrag, der im weiteren Prozess der Zertifizierung zur ‚Kinderfreundlichen Kommune‘ einfließen wird.