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Datum: 14.10.2026

Heimatpreis NRW – Preisträger aus Haan 2026

Herausragendes Engagement wird mit dem Heimat-Preis ausgezeichnet

Der Stadtrat der Gartenstadt Haan hat erneut den Beschluss gefasst, sich gemeinsam mit über 140 Städten und Kreisen in NRW am Landesprojekt Heimat-Preis 2026 zu beteiligen und den „Heimat-Preis“ für Haan zu verleihen. Der „Heimat-Preis“ ist eine Initiative der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, um in Kommunen herausragendes Engagement von Menschen für die Gestaltung der Heimat vor Ort in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Er wird für Haan in zwei Kategorien verliehen – „Kultur und Bildung“ sowie „Soziales Engagement“, die jeweils mit 2.500 € dotiert sind und aus Landesmitteln finanziert werden.

Eine Jury bestehend aus Mitgliedern der Politik, der Stadtverwaltung und der Kulturstiftung der Sparkasse Haan hat zwei Gewinner für 2026 gekürt. Insgesamt gingen 17 Bewerbungen in der Kulturabteilung der Stadt ein, die von Projekten aus den Bereichen Musik, Kunst, Kultur und Sport über historische Rechercheprojekte bis zu sozialen Bürgerinitiativen reichten.

Durchsetzen konnten sich in diesem Jahr

  • der Posaunenchor der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Gruiten und
  • das Gemeinschaftsprojekt „Kirmestrikot“ der vier Vereine: DJK Unitas Haan e.V., SSVg 06 Haan e.V., Haaner Turnverein 1863 e.V. und des TSV Gruiten 1884 e.V. 

„Das Haaner Kirmestrikot ist weit mehr als ein Kleidungsstück“ heißt es in der Bewerbung der vier Vereine. Diesen Punkt unterstreicht die Verleihung des Heimatpreises 2026. Die Jury lobte die vereinsübergreifende Arbeit der vier Sportvereine, die das Haaner Kirmestrikot entwerfen und vertreiben.

Bürgermeister Vincent Endereß: „Das Haaner Kirmestrikot ist gelebte Heimatverbundenheit zum Anziehen. Es bringt Menschen und Vereine zusammen und zeigt, wie viel Gemeinschaftssinn in unserer Stadt steckt. Ich freue mich, dass die Jury dieses besondere Engagement mit dem Heimatpreis 2026 würdigt.

Mit den Einnahmen des Kirmestrikotverkaufs wollen die Vereine vor allem die eigene Jugendarbeit finanzieren. Ein weiterer Punkt, den die Jury positiv hervorhob. Als „sichtbares Zeichen für Heimat, Teilhabe und Zusammenhalt“, so die Vereine in ihrer Bewerbung, steht das Kirmestrikot für ein nachhaltiges bürgerschaftliches Engagement und die Förderung von lokalen Projekten mit großer Strahlkraft auch über die Haaner Grenzen hinaus.

In der Kategorie „Bildung und Kultur“ geht der ebenfalls mit 2.500 € dotierte zweite Heimatpreis an den Posaunenchor der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Gruiten. Der Posaunenchor feierte vor zwei Jahren bereits sein 130-jähriges Bestehen und bestreitet rund 30 Auftritte jedes Jahr, viele davon unentgeltlich zur Bereicherung öffentlicher und kirchlicher Veranstaltungen. Positiv bewertete die Jury neben dem langjährigen Engagement der Mitglieder vor allem die bemerkenswerte Altersspanne der aktiven Mitglieder von 11 bis 79 Jahren. Das Preisgeld möchte der Verein für gemeinsame Projekte mit anderen Posaunenchören v.a. mit Auftritten auf dem Dorfanger in Gruiten verwenden.

„Der Posaunenchor versucht Tradition zu bewahren und wiederzubeleben“, heißt es in der Bewerbung des Chors. Die Jury des Heimatpreises Haan bestätigt diese Aussage vor allem darin, dass der Posaunenchor Gruiten durch ein breites Repertoire Tradition und Moderne verbinde und honoriert die Arbeit des Posaunenchors mit der Verleihung des Heimatpreises.

Mit 17 Bewerbungen gab es so viele Bewerbungen wie noch nie. Die Jury hat sich die Auswahl nicht leicht gemacht, alle 17 Bewerbungen seien grundsätzlich qualifiziert gewesen und bildeten unterstützenswerte Projekte in Haan und Gruiten ab. Neu war in diesem Jahr, dass Vereine, die den Heimatpreis bereits erhalten haben, diesen erst nach Ablauf einer Fünf-Jahres-Frist wieder erhalten können. Bedeutend einfacher machte es dies für die Jury angesichts der vielen Bewerbungen allerdings nicht.

„Wir freuen uns über zwei würde Preisträger“, sagt Bürgermeister Vincent Endereß, „und möchten gleichzeitig allen anderen Vereinen mitgeben, sich nicht entmutigen zu lassen, sondern sich im nächsten Jahr erneut zu bewerben!“.