Sonnenstrom für die Gemeinschaftsgrundschule Gruiten
Neue Photovoltaikanlage auf dem Schuldach ist in Betrieb
Auf dem Gründach der Gemeinschaftsgrundschule Gruiten wird jetzt Sonnenenergie in Strom umgewandelt. Seit einigen Wochen ist dort eine neue Photovoltaikanlage in Betrieb.
„Heute passt das Wetter perfekt zu unserem Fototermin“, sagt Bürgermeister Vincent Endereß. „Die Sonne sorgt nicht nur für gute Laune, sondern liefert gleichzeitig Energie für unsere Schule. Photovoltaikanlagen gehören inzwischen zum Standard. Deshalb rüsten wir nach und nach die städtischen Gebäude mit solchen Anlagen aus, bei denen das möglich und sinnvoll ist.“
Die 50 Module haben jeweils eine Leistung von 460 Watt-Peak. Die Anlage kommt damit auf eine maximale Leistung von 23 Kilowatt-Peak. Ein Batteriespeicher mit einer Kapazität von 21 Kilowattstunden ergänzt die Anlage. Der erwartete Jahresertrag liegt zwischen 16.000 und 21.800 Kilowattstunden. Zum Vergleich: Der Stromverbrauch der Schule – ohne die Turnhalle – lag im Jahr 2025 bei 55.785 Kilowattstunden.
„Wenn die Anlage den erwarteten Ertrag erreicht, können wir damit einen erheblichen Teil des Strombedarfs der Schule abdecken“, erklärt Michael Roßberger, verantwortlicher Projektleiter aus dem Gebäudemanagement der Stadt Haan. „Je nach tatsächlichem Ertrag sind das rund 30 bis knapp 40 Prozent des bisherigen Jahresverbrauchs. Und auch bei bewölktem Himmel produziert die Anlage weiterhin Strom. Die ersten Wochen laufen schon vielversprechend.“
Wie viel Energie gerade erzeugt wird, können die Schülerinnen und Schüler direkt mitverfolgen. Im Eingangsbereich der Schule wurde ein 50-Zoll-Monitor installiert. Dort werden die aktuelle Leistung der Photovoltaikanlage und die bereits erzeugte Energie angezeigt.
„Dank des Monitors können die Schülerinnen und Schüler jeden Tag sehen, wie viel Strom gerade aus Sonnenenergie erzeugt wird“, sagt Marcus Weikämper, Schulleiter der Gemeinschaftsgrundschule Gruiten. „Das macht das abstrakte Thema Energie für die Kinder sehr anschaulich.“ Der Monitor soll künftig nicht nur die Daten der Photovoltaikanlage anzeigen. Geplant ist, ihn zusätzlich für Informationen aus dem Schulalltag zu nutzen.
Foto von links: Michael Roßberger, Bürgermeister Vincent Endereß, Schulleiter Marcus Weikämper