Infoveranstaltung in der Städtischen Gesamtschule zum Thema Asbest
Im Nachgang einer nicht sachgemäßen Sanierung von Bodenbelägen in drei Räumen der Städtischen Gesamtschule wurde durch die Stadtverwaltung und die Schulleitung am 14.10.2026 eine gemeinsame Informationsveranstaltung für das gesamte Kollegium sowie Eltern- und Schülervertreter_innen organisiert.
Teilnehmende waren darüber hinaus die Obere Schulaufsicht, der Bürgermeister der Stadt Haan Vincent Endereß, die Dezernatsleitungen Annette Herz und Joachim Horst und Mitarbeitende des Gebäudemanagements.
Im Zentrum der Veranstaltung wurden Fragen der Betroffenen durch den Schadstoff-Sachverständigen, welcher die Asbeststäube in den Kontaktproben in drei Räumen nachgewiesen hatte, sowie die Arbeitsmedizinerin der Bezirksregierung beantwortet.
Für zusätzlichen Informationsbedarf sorgte in diesem Zusammenhang eine weitere, wenn auch nur leicht positive Asbest-Probe aus dem Sekretariat der Gesamtschule (Spuren von Asbest im Bereich der Ausgleichsmasse und des Klebers, nicht des Bodenbelags und des Estrichs, weniger als 1% der Probe), die im Laufe des 12.10.2026 bekannt wurde.
Diese Probe nahm die Obere Schulaufsicht zum Anlass, rein vorsichtshalber auf Anraten der Schulleitung Distanzunterricht für den 15. und 16.10.2026 für die Jahrgangsstufen 7 bis 13 anzuordnen, um die Erkenntnisse der Informationsveranstaltung aufzunehmen und bis zum Ende der Herbstferien in Ruhe verarbeiten zu können.
Die Aussagen des Schadstoff-Gutachters und der Arbeitsmedizinerin erbrachten wichtige Informationen zum Schadstoff Asbest, der in der Baubranche der sechziger und siebziger Jahre wegen seiner guten Eigenschaften massenhaft verbaut wurde und der grundsätzlich unschädlich ist, wenn er nicht freigesetzt wird. Asbest ist ein natürlich vorkommender Stoff. Ein erhöhtes Risiko für ernsthafte Erkrankungen wurde auf Grundlage der aktuell vorliegenden Unterlagen durch die Arbeitsmedizinerin nicht gesehen oder seien sehr unwahrscheinlich. Gleichwohl besteht für Lehrkräfte durch die Betriebsärzte sowie für die Schülerschaft durch die Unfallkasse die Möglichkeit einer weitergehenden Beratung.
Priorität hat die Wiederherstellung des Vertrauens in das Gebäude
Die Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung haben zugesichert, dass schon in den Herbstferien umfangreiche Luft- und Staubkontaktproben in allen Räumen und Fluren im Gebäude A der Gesamtschule abgenommen werden. Ziel ist ein, durch einen unabhängigen Gutachter, vollständig erstelltes Schadstoffkataster. Die Ergebnisse werden voraussichtlich sechs bis acht Wochen nach der Beprobung vorliegen, dies zunächst nur mündlich.
Die Vertreterin der Bezirksregierung hat bereits mitgeteilt, dass der Distanzunterricht nur bis zum Beginn der Herbstferien angeordnet wird, da sich auf der Basis der Infoveranstaltung keine Grundlage für eine Verlängerung dieser Maßnahme ergeben hat.