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Emil-Barth-Archiv

Eine weitere Aufgabe der Stadtbücherei besteht in der Betreuung des Emil-Barth-Archivs.  

Emil Barth wurde am 6. Juli 1900 in Haan geboren. Nach dem Besuch der Rektoratsschule arbeitete er zunächst als Angestellter im Drucker- und Verlagsgewerbe, ab 1924 dann als freier Schriftsteller.
Er wohnte 10 Jahre in München und verfasste erste Gedichtbände. Während des Krieges kehrte er nach Haan zurück, lebte später auch in Xanten und Düsseldorf, wo er mit seinem als Maler tätigen Bruder Carl arbeitete und am 14. Juli 1958 starb. 

Barth war Verfasser von Romanen, Erzählungen, Essays und Lyrik. Während seine erzählerischen Werke stark autobiografisch gefärbt sind, weisen die formal traditionellen Gedichte Einflüsse von Autoren wie Hölderlin und Trakl auf und und kreisen um die Themen Vergänglichkeit und Erinnerung. Barth gilt als ein typischer Vertreter der sogenannten "Inneren Emigration" während des Dritten Reiches.

Emil Barth war Mitglied des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt. 1948 erhielt er den Immermann-Preis der Stadt Düsseldorf, 1953 den Großen Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen.

Der Inhalt des Archivs umfasst verschiedene Dokumente in Kopie und Original, die in bibliographischen Veröffentlichungen zugänglich gemacht werden. Der größte Teil der Sammlung ist Präsenzbestand, einige Bücher sind in den Büchereibestand integriert und ausleihbar. Auf Nachfrage sind auch Medien des Präsenzbestandes entleihbar.

Die Sammlung besteht aus

  • Veröffentlichungen E. Barths inkl. Handpressendrucke, Anthologie- und Zeitschriften-Beiträge, teilweise mit Notizen des Autors;
  • Sekundärliteratur (inkl. Diplom- und Doktor-Arbeiten zum Werk Emil Barths im Original), Pressestimmen bzw. Kommentare von Autorenkollegen.