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Deutschland zeigt Flagge für Tibet 07.03.2008 


918 Städte, Gemeinden und Landkreise in ganz Deutschland – über 140 mehr als 2007 – hissen am 10. März auf ihren Rathäusern und Ämtern die Flagge Tibets, darunter die Landeshauptstädte Hannover, Magdeburg, Mainz, Potsdam, Saarbrücken, Stuttgart und Wiesbaden. Hunderte von demokratisch gewählten Oberhäuptern von Städten, Gemeinden und Landkreisen, die für Tausende von Bürgern stehen, bekräftigen damit das Recht des tibetischen Volkes auf Selbstbestimmung und protestieren gegen die Menschenrechtsverletzungen und die Zerstörung der tibetischen Kultur, Religion und nationalen Identität. Aufgerufen zu dieser symbolträchtigen Aktion hat zum 13. Mal die Tibet Initiative Deutschland e.V.

Bei der Flaggenaktion der Tibet Initiative Deutschland geht es im Kern weder um Menschenrechtsverletzungen noch um Außenpolitik – es geht um die Frage von Recht und Unrecht. Unrecht, das dem tibetischen Volk bis heute angetan wird. Und diese Frage macht nicht an kommunalen, regionalen oder nationalen Grenzen halt. Das einstmals souveräne Tibet wird seit 1950 von China besetzt gehalten. Am 10. März 1959 erhob sich das unterdrückte Volk in der Hauptstadt Lhasa gegen die chinesischen Herrscher. Bei ihrem verzweifelten Widerstand wurden nach offiziellen Angaben 87 000 Tibeter getötet. Der Dalai Lama als weltliches und geistliches Oberhaupt der tibetischen Buddhisten musste nach Indien fliehen. 1989 wurde er mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Auch die Stadt Haan bekundet am kommenden Montag (10.3.) mit dem Hissen der Tibetfahne ihre Solidarität gegenüber diesem Land. Die tibetische Nationalfahne, in deren Zentrum zwei Schneelöwen vor schneebedecktem Berg und aufgehender Sonne stehen, ist das Symbol der Tibeter für ihr Recht auf Eigenständigkeit.