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Aktueller Sachstand zur Digitalisierung der Schulen in Haan - Weichenstellung für die Zukunft 08.09.2020 


Viele Weichen werden derzeit in die gleiche Richtung feinjustiert: Die Digitalisierung der Schulen genießt hohe Priorität.

Viele Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte blicken derzeit mit besonderer Spannung auf die digitale Infrastruktur ihrer Schule. Wie ist sichergestellt, dass ein ggfs. weiterer unvermeidlicher Unterricht auf Distanz unter bestmöglicher Nutzung digitaler Möglichkeiten erteilt werden kann? Wie haben sich die einzelnen Akteure darauf in den letzten Monaten vorbereitet? Was ist kurz-, mittel- und langfristig an Verbesserungen zu erwarten?

Bereits realisiert ist die Internet-Anbindung aller Schulen in Haan, auch der Grundschulen. Die weiterführenden Schulen verfügen über ein stabiles W-LAN im gesamten Gebäude. Auch im Neubau des Gymnasiums ist dieses aktuell schon zu 80 % verfügbar, der Rest wird derzeit finalisiert. Alle Verträge für die Grundschulen wurden in den vergangenen Monaten so optimiert, dass die Anbieter den Grundschulen nunmehr die bestmögliche Bandbreite zur Verfügung stellen. In Schulen, wo diese Verbesserung der W-LAN-Anbindung noch nicht zu einer vollständigen Abdeckung des gesamten Gebäudes führt, werden kurzfristig weitere sog. „Accesspoints“ eingesetzt, welche die W-LAN-Versorgung verbessern. Im Neubau der Grundschule Gruiten wird ein durchgängiges W-LAN unmittelbar aufgebaut.

Ganz aktuell werden u.a. anlässlich der Elternabende Erziehungsberechtigte durch die Schul- und Klassenleitungen über alternative Planungen informiert, wenn der Präsenzunterricht wieder für eine Weile ausgesetzt werden muss. Die Strategien der Schulen berücksichtigen dabei die unterschiedlichen digitalen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler. Während ab Klasse 3 die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler schon gut ausgebildet ist, benötigen jüngere Kinder überwiegend noch die Unterstützung durch ihre Eltern. Ab Klasse 3 und vor allem in den

 

weiterführenden Schulen bereitet man sich großflächig auf einen Unterricht auf Distanz vor. Hierzu sind verschiedene Konzepte entwickelt worden. Grundsätzlich erfolgt eine Orientierung an den Vorgaben der Schulaufsicht. Fortbildungen in Microsoft Teams sowie mit Video- und Audiotools runden die Planungen für den Bedarfsfall ab.

Kurzfristig erfolgt die Beschaffung und Einrichtung von insgesamt 558 digitalen Endgeräten für Lehrkräfte sowie für Schülerinnen und Schüler mit besonderem Unterstützungsbedarf durch die Stadt Haan als Schulträger. Dafür werden Mittel aus zusätzlichen Förderprogrammen des Landes NRW vollständig ausgeschöpft und zusätzlich eigene kommunale Mittel für den IT-Support beigesteuert.

Mittelfristig werden Fördermittel aus dem DigitalPakt Schule beantragt und entsprechende Beschaffungen auf der Grundlage des Medienentwicklungsplanes vorgenommen.

Ziel ist die einheitliche Ausstattung der Schulen – selbstverständlich differenziert nach den jeweiligen Anforderungsprofilen der Primarstufe, der Sekundarstufe I sowie der Sekundarstufe II. Der Medienentwicklungsplan hat eine Laufzeit von sechs Jahren (bis 2026), wird für einen gehobenen Ausstattungsstandard an den Schulen sorgen und dennoch für die Stadt Haan dauerhaft finanzierbar sein. Er wird derzeit mit den Schulleitungen abgestimmt und nach derzeitiger Planung zum Ende des Jahres durch den Rat der Stadt Haan beschlossen.

Langfristig werden alle Schulen in Haan bis spätestens Ende 2022 an das leistungsfähige Glasfasernetz angeschlossen und befinden sich dann endgültig auf der Überholspur der Datenautobahn. Alle Interessierten können sich ab sofort bereits unter www.pyur.com/haan über das Projekt Informieren.

Fazit: Zwar hat die Corona-Pandemie zweifellos viele Planungen über den Haufen geworfen, jedoch waren die Schulen hinsichtlich ihrer IT-Infrastruktur und ihrer digitalen Kenntnisse nicht gänzlich unvorbereitet und konnten die besonderen Herausforderungen im Interesse der Schülerinnen und Schüler überwiegend kreativ und gut bewältigen. Auf der Basis des Medienentwicklungsplanes werden die Schulen dauerhaft krisenfest ausgestattet und können ihren Schülerinnen und Schülern die zielorientierte Mediennutzung nahebringen, welche auf ihrem weiteren Lebensweg unvermeidlich sein wird.

Pressemitteilung