Emil-Barth-Archiv der Stadt Haan

emilbarth

Pflege und Sammlungsauftrag für das Archiv liegen
bei der Stadtbücherei Haan.

Der Inhalt des Archivs
umfasst   verschiedene Dokumente in Kopie und
Original, die  in bibliographischen Veröffentlichungen
zugänglich gemacht werden. Der größte Teil der
Sammlung ist Präsenzbestand, einige Bücher sind
in den Ausleihbestand integriert und dort ausleihbar.
Auf Nachfrage sind auch Medien des Präsenzbestandes
entleihbar.

Die Sammlung besteht aus 

 - Veröffentlichungen E.Barths inkl. Handpressendrucke, Anthologie-
und Zeitschriften-Beiträge, teilweise  mit Notizen E.Barths;
 
 
-  
Sekundärliteratur-Sammlung (inkl. Diplom- und Doktor-Arbeiten
zum Werk Emil-Barths im Original), Pressestimmen bzw.
Kommentare von Autorenkollegen.

*****************************************************

Emil Barth wurde am 6. Juli 1900 in Haan geboren. Er war Schriftsteller
und Dichter. Nach dem Besuch der Rektoratsschule arbeitete Emil Barth
als Angestellter im Buchdrucker- und Verlagsgewerbe, ab 1924 war er
freier Schriftsteller.

Er wohnte 10 Jahre in München, wo er seine ersten Gedichtbände verfasste.
Während des Krieges kam er wieder nach Haan, später lebte er in Xanten
und Düsseldorf, wo er mit seinem als Maler tätigen Bruder Carl arbeitete
und auch am 14. Juli 1958 starb.

Emil und Carl BarthEmil Barth war Verfasser von Romanen, Erzählungen,
Essays und Lyrik. Während seine erzählenden Werke
stark autobiografisch gefärbt sind, weisen seine formal
traditionellen Gedichte vor allem Einflüsse von Autoren
wie Hölderlin und Trakl auf und behandeln immer wieder
die Themen Vergänglichkeit und Erinnerung, Barth gilt
als ein typischer Vertreter der
sogenannten "Inneren
Emigration
" während des Dritten Reiches.

Emil Barth war Mitglied des PEN-Zentrums der
Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen
Akademie für Sprache und Dichtung
in Darmstadt.
1948 erhielt er den Immermann-Preis der Stadt Düsseldorf, 1953 den
Großen Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen.

 

Eigene Werke  (Auswahl):

Totenfeier, Haan 1928

Ex voto, München 1933

Das verlorene Haus, Hamburg [u.a.] 1936, Aachen 2006

Georg Trakl, Mainz 1937

Gedichte, Mainz 1938

Lebensabriß des Uhrmachers Hieronymus Rauch, Hamburg 1938

Der Wandelstern, Hamburg 1939

Das Lorbeerufer, Hamburg 1943

Gruß an Theo Champion, Düsseldorf 1947

Lemuria, Hamburg 1947

Verzauberungen, Duisburg 1948

Xantener Hymnen, Hamburg 1948

Gedichte und Gedichte in Prosa, Hattingen 1950

Enkel des Odysseus, Hamburg 1951

Nachtschatten, Bonn 1952

Linien des Lebens, Bonn 1953

Bei den Tempeln von Paestum, Offenbach/M. 1955

Im Zauber von Paris, München 1955

Tigermuschel, Hamburg 1956

Meerzauber, Gießen 1959

Gesammelte Werke Bd 1-2, Wiesbaden 1960

Briefe aus den Jahren 1939 bis 1958, Wiesbaden 1968

Lyrik, Mettmann 1990

Mohn, Aachen 1993

Im Morgenlicht meiner Augen, Aachen 2000

Sekundärliteratur  (Auswahl)

Josef Ruland: Die Zeit als gehaltliches und gestaltliches Problem in der Dichtung E. Barths, Bonn 1952

Georg Gusmann: Emil Barths Roman "Das Lorbeerufer", Bonn 1953

Joseph A. Kruse (Hrsg.): Emil Barth, Düsseldorf 1981

Joseph A. Kruse (Hrsg.): Die Brüder Emil und Carl Barth, Düsseldorf 2000

Auszeichnungen ( Auswahl):
Immermann-Literaturpreis
Erste Ehrenplakette der Stadt Haan
Großer Kunstpreis des Landes NRW
Ehrenpreis Bayrische Akademie der Künste
Ehrengabe der Thomas-Mann-Stiftung
Ehrengabe der Hermann-Hesse-Stiftung
Ehrengabe der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung